Wellington – Herzlich Willkommen auf der North Island

Wellington – Herzlich Willkommen auf der North Island

Lesedauer: 4 Minuten

Am Montag haben wir uns in Nelson erstmal einen sogenannten „Erledigungstag“ gegönnt. Ein Tag, an dem wir keine interessanten Orte besuchen, sondern die Zeit investieren, um das WLAN der Bibliothek zum Uploaden des neuesten Blogbeitrags oder das Downloaden der nächsten Folgen unserer Netflix-Serie zu nutzen, zu duschen, einzukaufen,…

Am Abend gab es leckeres Essen aus polnischer Küche: Anja zauberte Kopytka. Beschreiben kann man das Essen leider schlecht, aber die Bilder vermitteln einen sehr guten Eindruck. 

Kopytka:

ca. 1/2 Kg Kartoffeln kochen und anschließend zermatschen. 1 Ei hinzufügen und dann mit Mehl zu einem Teig kneten, der nicht mehr stark klebt. Abschließend den Teig rollen, schneiden und dann in Salzwasser kochen. Sobald die Kopytka oben schwimmen, sind sie fertig.

Parallel 2-3 große Zwiebeln in Würfel schneiden und in Öl anbraten.

Am Dienstagmorgen ging es dann endgültig Richtung Picton – dem Ort, der für die Überfahrt von Nord- & Südinsel bekannt ist. Auf dem Weg dorthin haben wir beim Cullen Point Lookout angehalten, wo wir gemerkt haben, dass man die Schilder mit „500m – 10 min.“ durchaus ernstnehmen kann. Trotz Birkenstock-Latschen konnten wir den Aufstieg zum Lookout meistern und sogar die zwei Rentnerpärchen auf dem Weg überholen. 😄 Belohnt wurden wir mit einem atemberaubenden Blick auf die wunderschönen Malborough Sounds. Diese Sounds – „eine Ansammlung von uralten, vom Pazifik gefluteten Flusstälern“ (www.newzealand.com/de/marlborough-sounds/) – sehen dem berühmten Milford Sound sehr ähnlich, allerdings bleiben einem die nervigen Sandflies erspart, wodurch man ungestört die traumhafte Natur der Südinsel genießen kann.

Hier verbrachten wir dann auf einer der Halbinseln in der Double Bay unsere letzte Nacht auf der Südinsel. Auf diesem kostenlosen Campingplatz, auf dem wir als erste Gäste ankamen (obwohl ein Schild an der Einfahrt einen „vollen“ Campingplatz ankündigte), konnten wir beobachten, wie sich bis zum Abend alle anderen fünf Stellplätze füllten und dabei Lucas Haaren mal wieder einen frischen Schnitt verleihen.💇‍♂️

Am Mittwoch ging es dann nach Picton. Auf dem Weg dorthin konnten wir nochmal die Aussicht genießen und entdeckten spontanerweise unsere persönlichen Lookouts. In Picton angelangt wollten wir uns im Hafen noch Stechrochen ansehen. Leider hatten wir kein Glück und wurden dann durch aufkommenden Nieselregen wieder ins Auto vertrieben. Dann ging es für uns auch relativ schnell zum Startpunkt unserer Fähre. Dort hieß es dann endgültig „Goodbye, South Island“! Oder wie die Kiwis sagen: „See ya“! „Cheers“ für die wunderschöne Zeit und danke für all die unvergesslichen Momente an diesen paradiesischen Orten. Nun freuen wir uns darauf, auf der Nordinsel die schönsten Orte zu entdecken und viele weitere unbezahlbare Erinnerungen zu sammeln.

Um 14 Uhr ging dann unsere Fähre nach Wellington. Auf unserer Fahrt konnten wir ein letztes Mal die Schönheit der Südinsel bestaunen. Unsere Fahrt führte uns durch die Marlborough Sounds und dann über die Cook Strait zum Wellington Harbour.

Unsere Fähre: Strait Feronia

Das Schiff wurde 1997 in Italien designed und gebaut.

Das Schiff verfügt über ordentlich viel Platz: 150 Autos und 400 Passagiere finden hier Platz.

Früher ist die Strait Feronia in deutschen Gewässern gefahren. Das Schiff transportierte Autos zwischen Gothenburg, Schweden, und Kiel.

Die Cook Strait gilt als eine der gefährlichsten und unruhigsten Meeresengen der Welt. Glücklicherweise haben wir einen ruhigen und angenehmen Tag erwischt.

Die Überfahrt war glückerweise sehr ruhig und angenehm. Zwischendurch ist uns beiden etwas schlecht geworden, weil wir die ganze Zeit auf unserem Sofa Karten gespielt haben. Als es uns besser ging konnten wir dann aber doch noch eine Portion Fish & Chips an Bord probieren. Erst kurz vor Wellington wurde es dann etwas windiger. In Wellington angekommen, waren wir froh, mal wieder in einer Großstadt zu sein. Auch wenn die unbeschreiblich schöne Natur hier definitiv das Highlight darstellt, genießen wir es im Moment, einfach alle Geschäfte und ein bisschen mehr Zivilisation in direkter Nähe zu haben.

Unser erstes Erlebnis auf der Nordinsel war ein kleines Wettrennen mit einem anderen Campervan. Durch die Live-Verfügbarkeit, die wir auf Campermate nachverfolgen konnten, wussten wir, dass nur noch zwei Plätze auf dem einzigen kostenlosen Campingplatz in Wellington frei waren. Die anderen Camper hatten uns bereits auf der Südinsel zu der Fähre verfolgt. Nun waren wir als zweites von der Fähre gefahren und mussten um den letzten Platz auf dem Campingplatz bangen. Letztendlich konnten wir uns aber glückerweise den letzten freien Platz sichern und entspannt die erste Nacht auf der Nordinsel antreten.😴

Den Donnerstag haben wir dann erstmal sehr entspannt gestartet und sind dann abends in eine nahegelegene Bucht zu einem anderen kostenlosen Stellplatz gefahren, da wir nur vier Nächte pro Monat auf dem Campingplatz in Wellington verbringen dürfen und gerne erst am Montag aus der Hauptstadt abreisen würden. An diesem sehr stürmischen Parkplatz konnten wir leider nicht unsere Solardusche nutzen und sind dann am nächsten Morgen wieder zurück nach Wellington gefahren. Dort wollten wir nachmittags erstmals mit dem Bus in die Innenstadt fahren, um uns die Stadt etwas näher anzusehen. So ging es dann gegen den starken Wind eine Viertelstunde zur Bushaltestelle (Anja dachte, dass wir nur 7 Minuten gehen müssen), wo wir mit der 18e (Anja dachte, dass wir die 2 nehmen müssen) ein Mal durch Wellington bis zum Botanischen Garten. Dort wusste Anja dann erst direkt vor der Eingangstür, wo uns die Reise hinführen sollte: zum Space Place im Carter Observatorium. Da Anja sich sehr für die Sterne und das Universum interessiert, war das ein wirklich cooler Ort für sie. Das Highlight dieses Besuchs war eine knapp vierzigminütige Vorstellung im Sky Dome. Dort haben wir vieles über die Sternenkunde der Māori lernen können.

Im Anschluss ging es noch in die Innenstadt zur Cuba Street. Dort haben wir uns auf dem Friday Night Market etwas zu essen geholt und sind dann zurück zu unserem Auto gefahren.

Den Samstag kann man guten Gewissens als einen richtigen Gammeltag bezeichnen. Das Wetter ließ aber auch leider nichts anderes zu. Bei stürmischen 9°C (gefühlte 4°C) und Regen waren wir im Auto gefangen und mussten uns so den Tag irgendwie vertreiben. Abends wollten wir eigentlich in die Stadt gehen und in Lucas Geburtstag reinfeiern, was dann allerdings nicht möglich war. So hieß es dann, nachdem Luca zum wiederholten Male beim Karten spielen verloren hatte: „Alles Gute zum Geburtstag!“ Die Reaktion: „Wie, jetzt schon?“ wird uns wohl noch lange in Erinnerung bleiben.😄

Der Sonntag hatte dann für Luca schon um 04:15 Uhr begonnen: Beim Videoanruf mit seinen Eltern hatte er das Glück, das 5:0 von Bayern gegen Dortmund als Geburtstagsgeschenk dankend anzunehmen. Er hat sich außerdem sehr darüber gefreut, dass seine Oma & sein Opa in der Halbzeit angerufen und gratuliert haben. An dieser Stelle an alle, die gratuliert haben: Dankeschön! 🎂

Nach dem Spiel sind ihm dann ganz schnell schon wieder die Augen zugefallen, bis es dann um 09:00 Uhr morgens entgültig „raus aus den Federn“ hieß.

Wie der Tag dann weiterging, erzählen wir euch dann erst nächsten Sonntag. Man muss ja die Spannung hochhalten…🙊

Eure Working-Holidayer🌏 Anni & Luca

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